Wie werde ich in Google besser gefunden? Teil 1

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Die neue Website ist online. Doch nach kurzer Zeit flauen die Besucherzahlen wieder ab. Was ist passiert? Und was können Sie nun tun, um in Google besser gefunden zu werden?

Suchmaschinenoptimierung für Einsteiger

Hand aufs Herz: Ist es möglich, dass die Seitenaufrufe, auf die Sie so stolz waren, nur Ihren Bekannten zu verdanken waren? Und Familie und Freunde vielleicht gar nicht zu Ihrer Zielgruppe gehören? Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf Ihre Website werfen, ich begleite Sie Schritt für Schritt. Da eine komplette Suchmaschinenoptimierung (SEO) sehr aufwändig ist, beschränke ich mich hier auf einige wichtige SEO-Basisregeln.

1. Googeln Sie sich

Angenommen, Sie sind Marianne Muster, Friseurin aus Musterstadt. Haben Sie schon einmal versucht, nach Ihrer Dienstleistung zu googeln?

Und damit ist nicht gemeint „Marianne Muster in Musterstadt“ in die Suchmaschinen einzutippen. Wer Ihren Namen und Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt kennt, wird Sie auch leicht finden. Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe: Wonach könnte jemand, der Sie nicht kennt und Interesse an Ihrer Dienstleistung oder Ihrem Produkt hat, suchen? Wie wäre es z.B. mit „Friseur Musterstadt“?

Wenn Sie nicht gerade ein exklusives Nischenprodukt vertreiben, der einzige Anbieter weit und breit sind oder in eine SEO-Agentur Geld investiert haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie nicht auf der ersten Seite in Google aufgelistet werden. Außer natürlich, Sie schalten Online-Werbung auf Google Adwords.

2. Finden Sie heraus, wonach Ihre Zielgruppe sucht

Doch auch, wer sich auf der ersten Seite vorfindet, kann sich nun noch nicht zurücklehnen. Denn: Wie gefragt ist Ihr Produkt eigentlich? Um das herauszufinden, eignet sich der Keyword Planner von Goolge Adwords. Zwar ist dieses Programm eigentlich für Online-Werbung gedacht, doch es wird gerne für Zwecke der Suchmaschinenoptimierung genutzt. Um den Keyword Planner nutzen zu können, ist eine Registrierung notwendig.

Hier können Sie nicht nur Ihren Suchbegriff, also z.B. „Friseur Musterstadt“ eintippen, sondern etwa auch nur den Begriff „Friseur“, eingeschränkt auf eine bestimmte Region (z.B. Musterstadt). Die durchschnittliche Anzahl der Suchanfragen gibt ihnen eine ungefähre Vorstellung davon, wieviele Menschen nach einem Friseur in Musterstadt suchen.

Ihre Dienstleistung wird gar nicht gesucht, stellen Sie enttäuscht fest? Google listet Ihnen auch noch ähnliche Suchbegriffe auf. Denn vielleicht suchen Ihre potenziellen Kunden ja gar nicht nach „Friseur Musterstadt“, sondern nach „Friseursalon“, „Friseurstudio Musterbezirk“ o.ä. Möglicherweise finden Sie weitere Anregungen für Keywords.

So können Sie auch herausfinden, welche Ihrer Produkte und Dienstleistungen besonders gefragt sind, welche hingegen nicht oder weniger.

3. Bauen Sie die Suchbegriffe gezielt in Ihre Website ein

Achtung, jetzt wird es ein bisschen technisch. Je nachdem, ob Ihre Website für Sie programmiert wurde, Sie eine gekaufte Software oder ein CMS- oder Blogsystem (wie WordPress) benutzen, können die Schritte leicht oder schwer umgesetzt werden.

Um Google einfach zu zeigen, worum es konkret auf Ihrer Website geht, gibt es spezielle Hilfsmittel wie „title“ und „meta description“. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um programmierte Beschreibungen im Seitenquelltext. Wenden Sie sich an Ihren Programmierer oder an die Hilfsfunktion in Ihrem Programm, mit dem Sie die Seite erstellt habe, um herauszufinden, wie Sie diese Informationen Ihrer Website hinzufügen bzw. ändern können.

Beginnen wir mit Ihrer Startseite. Wählen Sie einen aussagekräftigen title, der Ihre Suchbegriffe (Keywords) enthält. Ein besserer title für Ihre Home-Seite wäre statt „Marianne Muster – Willkommen“ z.B. <title>Marianne Muster, Friseurin in Musterstadt</title>.

Verfahren Sie ebenso mit der meta description. Dabei handelt es sich um eine kurze Beschreibung, worum es auf Ihrer Website geht. Diese wird häufig, aber nicht immer von Google als Kurztext in den Suchergebnissen angezeigt. Hier ein Beispiel: „Marianne Muster ist Friseurin in Musterstadt in der Musterstraße xyz.“

4. Überarbeiten Sie Ihren Text

Wenn Sie die Suchbegriffe nun auch  noch im Text auf Ihrer Website, z.B. also auf der Startseite, einbauen, haben Sie bereits eine Basis für Ihre Suchmaschinenoptimierung gelegt, um auf Google besser gefunden zu werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Besucher auf der Startseite sofort sehen, dass Sie, Marianne Muster, eine Friseurin sind, die Ihren Betrieb in Musterstadt hat.

5. Abwarten

Suchmaschinenoptimierung ist – im Gegensatz zu Online-Werbung – kostenlos. Dafür kann es auch mal sechs Monate dauern, bis sich erste Ergebnisse zeigen. Geben Sie nicht auf! Überprüfen Sie regelmäßig, ob sich Ihre Website im Ranking verbessert hat. Und: Es gibt noch viele weitere Maßnahmen, die Sie setzen können. Aber davon ein andermal.

Übrigens: Im Idealfall gehen Webdesign, Programmierung, Text und SEO Hand in Hand. Sollten Sie also noch gar keine eigene Website haben, wäre es ideal, den gesamten Prozess bereits zu berücksichtigen, bevor Sie die Navigation und das Design erstellen und Texte schreiben (lassen).

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